Arbeitsaufgabe 18. Juni 2012

18 Jun

Die Suche in den beiden Datenbanken, H-Net Search und H-SOZ-U-KULT, verlief leider sehr enttäuschend.
In H-SOZ-U-KULT gelang es mir nach einigen Anlaufschwierigkeiten doch noch ein paar Treffer zu erzielen, die aber nicht zufriedenstellend waren, und meinen begründeten Erwartungen – aufgrund der guten Ergebnisse in anderen Datenbanken – nicht entsprachen. Die aufgelisteten Titel waren entweder sehr allgemein, beispielsweise zu der Revolution und ihren Voraussetzungen bzw. Folgen, oder sehr spezifisch, zu einzelnen Abgeordneten der Paulskirche und ihren Debatten. Hinzu kamen Ergebnisse, die nicht einmal im weitesten Siinne mit meinem Thema in Verbindung gebracht werden können, wie z. B. zum Adel im Frühmittelalter.
Dennoch gelang es mir, einige brauchbare Werke auszuwählen, die auch in meine Bibliographie Eingang gefunden haben.
Vor allem bei H-Net Search kam ich mit den Suchfunktionen leider überhaupt nicht zurecht und musste die Suche nach einigen erfolglosen Versuchen abbrechen. Zunächst gab ich Stichworte meines Themas (z. B. Sprache der Paulskirche, Paulskirchenparlament, Paulskirche 1848 – auch in Englisch) in dem kleinen Suchschlitz auf der Startseite ein, was stets sogleich eine Fehlermeldung brachte, dann probierte ich die drei Suchmöglichkeiten (Discussion-network, webpages, book reviews) aus. Erstere brachte zwar – wenn die Schlüsselwörter dementsprechend weitläufig waren – einige Ergebnisse, die allerdings vielfach nichts mit meinem Thema zu tun hatten (z. B. German Colonialism, Genozid). Die übrigen Treffer, hatten zwar einen ansprechenden Titel, doch ich wusste nicht, welche Informationen ich daraus entnehmen sollte. Die meisten beinhalteten nur Presseaussendungen oder allgemeine Ankündigungen.
Die Webpages brachten wiederum keine Treffer, ich erhielt lediglich die Meldung „an error occurred“.
Die Rezensionen schienen auf den ersten Blick dagegen bessere Ergebnisse bereitzuhalten, doch bei genauerer Betrachtung bemerkte ich, dass es sich dabei um die selben Treffer handelte, die ich schon in H-SOZ-U-KULT gefunden habe.
Auch die Hilfe-Funktion brachte keine Klärung des Problems, da sie lediglich das erklärte, was ich ohnehin versucht hatte.

Arbeitsaufgabe – 11. 6. 2012

11 Jun

Beide Rechercheversuche waren sehr ertragreich und erfolgreich. Interessant war für mich vor allem die Suche in Google, die ich – zu Gunsten der fachspezifischen Bibliographien – oft vernachlässige, was nicht ganz gerechtfertigt ist. Der Vorteil von Google ist bestimmt, dass man bei fast jeder Eingabe eine große Anzahl von Treffern erhält und tatsächlich Informationen bekommen kann, die weltweit existieren. Inwieweit diese aber auch in Wien erreichbar sind, ist natürlich eine andere Frage.
Man kann auch bereits sehr junge Literatur finden, wenn man in den Publikationslisten der Verlage sucht, oder noch unveröffentlichte Texte (von Kongressen ect.) auf einer Website einsieht. Andererseits werden durch Google Books auch alte Werke zugänglich gemacht, und sind – sobald sie über 100 Jahre alt sind – sogar im Volltext rezipierbar, was die Recherche nach solchen Büchern, die in Bibliotheken oftmals nur mehr vor Ort benutzbar sind, erleichtert. Allerdings ist man sehr stark davon abhängig, welche Informationen – vor allem von privaten Organisationen und durch die Initiative Einzelner, ins Netz gestellt werden. Zudem ist das Internet sehr stak kommerzialisiert: Viele Informationen sind nur gegen einen Beitrag erhältlich, oder werden so aufbereitet, dass die wesentlichen Punkte erst in einer zu bestellenden Druckversion vorhanden sind. Ein weiteres Problem ist, dass die gefundenen Daten meist sehr oberflächlich bleiben und man zwar sehr viele Treffer erzielt, alle aber nur die selbe einführende Erklärung bieten. Dennoch gibt es einige Seiten und Projekte, die, von Universitäten oder wissenschaftlichen Institutionen betrieben, eine fundierte und tiefreichende Darstellung liefern.
Interessant war für mich auch, dass sich die gefundenen Werktitel der beiden Rechercheversuche kaum gedeckt haben. Daran erkennt man, wie wichtig eine passende und genaue Eingabe des Suchbegriffs bei Onlinedatenbanken ist. Dies ist natürlich ein großer Makel solcher Einrichtungen – dass nicht nur die undigitalisierten Titel früherer Jahrgänge, sondern auch sehr viele in das System bereits eingespeiste Informationen während des Suchprozesses verloren gehen und dadurch für den Verbraucher unnütz werden. Auch das kann als Vorteil des googelschen Suchsystems gesehen werden: Es werden nicht nur Ergebnisse angezeigt, die die Anfrage bereits im Titel enthalten, sondern auch solche, die in einen ähnlichen Bereich fallen. Dadurch kann auch eine längere Suchkette eingegeben werden, ohne die Trefferquote entscheidend zu senken, während die spezifischen Datenbanken bei mehreren Wörtern so gut wie keine Ergebnisse mehr liefern.
Dennoch habe ich in diesen eine sehr viel größere Anzahl von ernstzunehmenden Werken gefunden, die oftmals auch sofort mit Wiener Bibliothekskatalogen verknüpft waren, und daher die Recherche entscheidend vereinfacht wurde. Die Suchfunktion selbst war bei den meisten Bibliografien nicht sehr anspruchsvoll, kann also in groben Zügen mit jener von Google verglichen werden. Einzige Ausnahme ist natürlich das Zeitschriftenfreihandmagazin, dessen Recherche sehr komplex und langwierig ist, was schade ist, da ich darin auch nach kurzer Zeit unzählige interessante Artikel entdeckt habe. Das Problem ist einfach, dass sich niemand die Zeit nimmt, dermaßen viele Zeitschriften durchzusehen und der Titel nur in wenigen Fällen verrät, ob diese relevante Arbeiten enthält. Auch die in Geschichte online beschriebene Suchfunktion über Google hält nicht was sie verspricht. Einige sehr interessante Texte, die ich bei der analogen Suche gefunden habe, schienen nicht auf.
Es ist daher unbedingt notwendig, dass sich beide Rechercheformen ergänzen, um eine repräsentative Auswahl aus der Forschungsliteratur zu erhalten.

2. Arbeitsaufgabe – 21. 5. 2012

21 Mai

Seit der Unterstufenzeit wird Schülern mit Nachdruck und unter Androhung von Konsequenzen eingeimpft, dass Wikipedia unzitierbar ist, und den Wert jeder Arbeit mindert. Auch an der Universität gibt es die Verfechter des wikipedialosen Arbeitens, doch immer öfter sind auch Professoren zu finden, die – aus Gründen der Zeitersparnis – die Aufgabe erteilen, z.B. Biografien historischer Persönlichkeiten in der Internetenzyklopädie nachzuschlagen, allerdings nur, nachdem sie selbst die passenden Artikel überprüft haben, und auch nur mit dem Zusatz, dass so etwas generell problematisch ist, und nicht Usus werden darf.

In den Artikeln von Maren Lorenz und den „Bechers“ prallen Welten aufeinander. Beide wirken überzeugend, und doch kommen sie zu einem genau gegenteiligen Schluss. Leider sind meine Kompetenzen im Bereich der Quellenkritik noch nicht weit genug fortgeschritten, um die Richtigkeit der beiden Texte abschätzen zu können, doch ich denke, dass ein Fünkchen Wahrheit in beiden enthalten sein wird. Fakt ist, dass die Möglichkeit, Wissen schnell und günstig zu erreichen, den gesamten, auf Exklusivität und Statik ausgerichteten Wissenschaftsbetrieb verändern könnte, und Fakt ist auch, dass Wikipedia noch einen langen Weg vor sich hat, bis diese Veränderung vollzogen ist.

Wie in den Artikeln angedeutet, ist es wichtig, dass der Forschende selbst eine genaue Prüfung der Beiträge vornimmt, und danach selbst entscheidet, ob er ein Zitat aus Wikipedia in seine Arbeit integrieren möchte, da eine falsche Information und ein unbelegbares Zitat im eigenen Werk auch auf den Urheber zurückfällt. Es wäre also unsinnig, Wikipedia vollkommen zu verbieten, wenn es nicht dazu genutzt wird, den Arbeitsaufwand zu minimieren und ein oberflächliches Wissen zu reproduzieren, sondern eine vertiefende und eingängigere Quellenanalyse zu betreiben und neue Medien in den Arbeitsprozess aufzunehmen. Denn wenn es vermehrt für solche Zwecke genutzt wird, erhöht sich möglicherweise auch sein Prestige im wissenschaftlichen Diskurs.

1. Arbeitsaufgabe – 21. 5. 2012

21 Mai

Zunächst versuchte ich es mit dem Titel meiner Arbeit: „The Language of the Paulskirche“ bzw. „The Language of the pauls church“, was keinerlei Ergebnisse brachte. Daher gab ich nur das Schlagwort „Paulskirche“ ein. Die Suche war zwar quantitativ erfolgreicher, brachte mit etwa 27 Titeln also eine beachtliche Bilanz, konnte im Bezug auf die Qualität allerdings nicht überzeugen. Ich habe lediglich einen Artikel gefunden, den ich wirklich verwerten könnte. Da der Name „pauls church“ in den ausgeworfenen Titeln einige Male auftauchte, versuchte ich es auch damit, stieß dabei aber fast ausschließlich auf Ergebnisse, die religiösen oder kunsthistorischen Hintergrund haben. Weitere Eingaben waren „analysis of political language“, „political language“ und „political language of the 19th century”. Während die erste und die letzte Schlagwortkette wenige und irrelevante Ergebnisse brachte, war die Flut von gefundenen Artikeln und Büchern bei der zweiten Eingabe dagegen unbewältigbar. Zuletzt versuchte ich es noch mit dem Schlagwort „revolution 1848“ und obwohl es auch hier unmöglich erscheint, 2573 Treffer durchzusehen, erschienen sie mir doch interessanter und für mein Thema passender, als alle zuvor.
Daher entnahm ich diesem Bereich auch den zu suchenden Artikel:
Hewitson, Mark: ‘The Old Forms are Breaking Up, … Our New Germany is Rebuilding Itself’: Constitutionalism, Nationalism and the Creation of a German Polity during the Revolutions of 1848–49. In: English Historical Review, Oct 2010 Vol. 125 p 1173-1214.
Der Artikel ist u.a. in der FB Geschichtswissenschaft zu finden unter der Signatur: Z 14/125, 5, sowie online als Vollversion verfügbar unter dem Link: http://ehr.oxfordjournals.org/content/CXXV/516/1173.full
Angenehm ist, dass die Datenbank durch das UBW-SFX sowohl mit dem Zeitschriften-Verbundkatalog, als auch mit der Elektronischen Datenbank verknüpft ist, wodurch sich die Suche natürlich verschnellert. Auch vom Verbundkatalog aus kann man eine online-Version abfragen. Ich habe den Titel der Zeitschrift allerdings auch analog eingegeben, und bin zu demselben Ergebnis gelangt.

Arbeitsaufgabe – 7. 5. 2012

3 Mai

Suche unter der Kategorie „Historische Wissenschaften“:
Deutsches biographisches Archiv: dieses Archiv hält eine unglaubliche Fülle an Biographien bereit, wobei grundsätzlich nicht der Lebenslauf selbst angegeben wird, sondern auf andere Nachschlagewerke, in denen näheres zu der gesuchten Person enthalten sein wird, verwiesen wird. Es wäre natürlich sehr praktisch, wenn sich die Enzyklopädien auch untereinander vernetzten könnten, sodass eine weitere langwierige Suche nach diesen Referenzwerken vereinfacht wird. Zu beiden von mir gesuchten Personen finde ich sofort große Datenmengen, doch um die passende Person aus dem Namensregister zu finden, braucht man bereits gewisse Vorkenntnisse.
Geschichte (OLC-SSG): liefert Bibliographien zu speziellen, eingegebenen Begriffen, z. B. Paulskirche, Paulskirchenparlament, deutsche Nationalversammlung; Allerdings sind die Ergebnisse bei weitem nicht so umfangreich wie bei der Suche im österreichischen Verbundkatalog.
Historische Bibliographie Online: Auch hier ist die Suche sehr einfach, und der Erfolg auch sehr groß. Besonders ist an den Ergebnissen, dass vor allem auch Artikel oder unselbstständige Texte angezeigt werden, leider lässt sich die Suche nicht über das Jahr 1990 ausdehnen.
JSTOR / History: ähnliches trifft auch auf diese Datenbank zu, hervorzuheben ist aber, das es zu vielen Texten Scans, Zusammenfassungen und PDF-Dokumente gibt.
Killy Literaturlexikon: ist gerade bei der Suche nach Autorenbiografien sehr hilfreich und beinhaltet auch einen Artikel zu Wilhelm Jordan, der vollständig im Internet abrufbar ist.
Literatur- und Sprachwissenschaft:
BLLDB – Bibliography of linguistic literature: Hier finden sich Werke zu den Schlagworten „Sprache der Politik“ oder „Rhetorik“, nichts aber zu dem Thema „Sprache der Paulskirche“. Positiv zu vermerken ist allerdings, dass die Titel sofort mit Datenbanken des deutschsprachigen Raumes, sowie mit Internetressourcen verknüpft sind, und die Verfügbarkeit mit Ampeln angezeigt wird. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass auch eine grüne Ampel nicht unbedingt einen freien Zugriff garantiert.
JSTOR / Classical Studies and Language, Literature & Linguistics: Auch hier sind die Treffer zu Motiven wie “politische Sprache“ natürlich sehr ausgiebig, während man zu “Sprache der Paulskirche“ erneut (so gut wie) nichts findet.
Project Gutenberg: ich suche darin nach den „Primärtexten“, den stenographischen Berichten der Paulskirche, die aber – wie zu erwarten war –, nicht zu finden sind. Grundsätzlich ist aber das Projekt Gutenberg (ähnlich wie die biblioteca augustana) ein sehr verdienstvolles und nützliches Projekt zur raschen Erlangung von (auch unbekannterer) Primärliteratur.
Philologisch-kulturkundliche Studien:
Germanistik Online Datenbank: Hier schließlich endlich ein paar – wenn auch wenige – Einträge zu „Sprache der Paulskirche“.
Die meisten Suchmaschinen sind zwar recht ausführlich, geben aber ausschließlich die Möglichkeit, Vorinformationen zu der Literatur eines Themas einzuholen (und auch das nicht immer ausreichend). Wirklich benutzerfreundlich werden sie – meiner Meinung nach – jedoch erst, wenn sie mit diversen Bibliothekskatalogen vernetzt sind, um die gefundenen Titel schnell und einfach verorten zu können. Ist dem nicht so, unterscheiden sie sich kaum von analogen Bibliographien, vor allem da auch im Internet nicht immer der vollständige Erscheinungszeitraum abgebildet ist. Natürlich haben sie dennoch viele Vorteile, problematisch ist aber, dass das Suchfeld immer sehr eingeschränkt ist, und man durch eine möglicherweise unpräzise Eingabe viele wichtige Texte übersehen kann.

Arbeitsaufgabe 2. 5. 2012

2 Mai

Zunächst suche ich unter dem Schlagwort „Paulskirchenparlament“, was 71 Treffer bringt. Obgleich die Relevanz der letzten 20 Titel abnimmt, ist die Auswahl durchaus zufriedenstellend. Für meine Zwecke sind die gefundenen Werke bestimmt ausreichend, vor allem da sich eher allgemeine Abhandlungen, die die gesamte geschichtliche Entwicklung der Versammlung abdecken, mit auf konkrete Aspekte oder Debatten spezialisierte Texte vermengen. Dennoch gebe ich des weiteren den Begriff „deutsche Nationalversammlung“ ein, der 519 Ergebnisse bringt, weshalb ich die Suche mit dem Zusatz „1848 49“ konkretisiere. Daraus erben sich 78 Treffer. Diese Suche ist allerdings nicht sehr erfolgreich, da die relativ lange Schlagwortkette in ihre Einzelteile zerlegt wird, und auch Ergebnisse für „deutsche“ oder „1848“ angezeigt werden, die nur im weitesten Sinne etwas mit meinem eigentlichen Thema zu tun haben, z. B. „Deutsche Geschichte seit 1815: Daten, Fakten, Dokumente“. Dazwischen finden sich auch vollkommen irrelevante Titel, wie „Bildung: alles, was man wissen muß“. Eine solche Suche ist demnach wahrscheinlich eher überflüssig.
Daraufhin suche ich speziell nach den beiden, von mir stärker in den Blick genommenen Abgeordneten, zunächst unter dem Schlagwort „Robert Blum“. Die 448 Treffer bergen unzählige Biographien und vor allem auch Blums eigene Schriften. Ich gebe auch zusätzlich noch den Vermerk „Paulskirche“ ein, die 7 Ergebnisse sind aber entweder bereits bekannt, oder völlig irrelevant.
Zu dem Schlagwort „Wilhelm Jordan“ finden sich – wider erwarten – 395 Ergebnisse, die aber vorwiegend sein eigenes literarisches Werk abbilden oder theoretisch aufarbeiten. Zudem gibt es noch einen zweiten Wilhelm Jordan, der ein berühmter Geodiät war. Bereits ab dem etwa 160. Treffer schleichen sich auch Werke ein, die von Autoren geschrieben wurden, die entweder „Jordan“ oder „Wilhelm“ heißen, nichts aber mit dem von mir gesuchten Dichter und Politiker zu tun haben. Bei einer groben Sichtung des Bestandes sticht mir nur eine Biographie ins Auge, was grundsätzlich natürlich ausreichend ist, aber dennoch in bisschen zu wenig zu sein scheint.
Als nächstes gebe ich die Worte „Analyse politischer Sprache“ ein, was 1153 Treffer zu Tage fördert. Diese Zahl wirkt auf den ersten Blick natürlich erdrückend, doch schon die ersten 10 Seiten enthalten genügend Literatur, um die Interpretation der beiden Reden bestreiten zu können.
Zuletzt suche ich noch unter den Schlagworten „Politische Sprache der Paulskirche“, was aber eher ein enttäuschendes Ergebnis von 15 Treffern bringt, wobei zumindest die zwei wichtigsten, mir bereits bekannten Werke, aufscheinen. Die Suche in der analogen Enzyklopädie brachte gerade in diesem Bereich mehr Ergebnisse.

1. Arbeitsaufgabe – 2. 5. 2012

28 Apr

Suche in der FB Geschichtswissenschaften:
Jäger, Friedrich (Hg.): Enzyklopädie der Neuzeit.- Stuttgart, Weimar: Metzler Verlag, 2009. -> Darin findet sich ein Artikel zum Paulskirchenparlament von Gerald Kohl, der komprimierte Informationen zur Entstehung und dem Scheitern des Parlamentes gibt und die Zusammensetzung und Forderungen der Abgeordneten erklärt.
Natürlich lassen sich in diesem Werk noch beliebige weitere Artikel zu für mein Thema interessante Schlagworte finden, z. B. zur Revolution 1848, der Geschichte Polens und politischen Bewegungen im 19. Jahrhundert.
Der Vorteil dieser Enzyklopädie ist sicherlich, dass man sich schnell und unkompliziert zu historischen Begriffen und Themenfeldern informieren kann, ohne dazu bereits genaueres zu wissen, da die Reihung alphabethisch erfolgt. Zudem sind die meisten Einträge mit Literaturhinweisen ausgestattet, was eine weiterführende Recherche und Lektüre erleichtert.
Bosl, Karl/Franz, Günther/Hofmann, Hanns (Hg.): Biographisches Wörterbuch zur deutschen Geschichte.- München: Franke Verlag. -> Dieses Werk bietet eine große Anzahl von Biographien deutscher Persönlichkeiten, u.a. Robert Blum. Der Beitrag enthält Informationen zu seinem Leben und Schaffen und zudem eine Liste seiner bedeutendsten Werke. Ich suche in diesem Werk auch nach einem Eintrag zu Wilhelm Jordan, werde aber leider nicht fündig.
Auch in diesem Fall steht die Möglichkeit im Vordergrund, rasch eine wissenschaftlich fundierte Vorinformation zu der gewünschten Person zu erhalten, die natürlich nur oberflächlich bleiben kann. Dennoch ist es kein Nachteil, auch solche Werke für eine Arbeit heranzuziehen, da man oftmals nicht mehr als diese stichwortartigen Informationen benötigt, und sich dadurch viel Zeit sparen kann, und sofort einen Eindruck bekommt, welche Aspekte in der Biographie und dem Schaffen einer bestimmten Person besonders wichtig sind.
Theimer, Walther: Lexikon der Politik. Politische Begriffe, Namen, Systeme, Gedanken und Probleme aller Länder.- Bern: Franke Verlag, 1962. -> Hierbei handelt es sich um ein allgemeines Nachschlagewerk zu politischen Themen und Grundbegriffen.
Ueding, Gert: Historisches Wörterbuch der Rhetorik.- Tübingen: Max Niemayer Verlag, 2003. -> Darin findet sich ein ausführlicher Artikel zur Paulskirchenrhetorik, die für mich, da ich vor allem die Sprache der Versammlung untersuchen möchte, besonders interessant ist. Der von W. Holly verfasste Beitrag gliedert sich in zwei größere Abschnitte, einen begrifflichen und einen sprachlichen, in dem der Stil, das Begriffsinventar, das rednerisches Talent, u.v.m. angesprochen wird. Zudem ist eine umfangreiche Bibliographie angeschlossen. Dieser relativ lange Text ist wirklich sehr nützlich, da er einen weitreichenden Blick auf die sprachlichen Besonderheiten der Nationalversammlung erlaubt, und ich darin Informationen finden konnte, die ich zuvor noch nicht gelesen habe.
Suche im Lesesaal der Hauptbibliothek:
Deutsche Biographische Enzyklopädie.- München, London, Paris: K. G. Saur, 1995. ->Darin ein überdurchschnittlich langer Artikel zu Blum, der sogar ausführlicher und informativer ist als jener im „Biographischen Wörterbuch“ und mit einer Literaturliste zu Primär- und Sekundärtexten ausgestattet wurde. Auch Jordan ist mit einem Kommentar zu seinem Leben vertreten.
Lang, Carl (Hg.): Deutsches Literaturlexikon.- München, Bern: Francke Verlag, 1981. -> Auch darin ist ein Eintrag zu Jordan enthalten, der zwar keine neuen Erkenntnisse bringt, aber eine Sekundärliteraturliste beinhaltet.
Mann, Golo: Propyläen Weltgeschichte. Eine Universalgeschichte.- Berlin, Frankfurt am Main: Propyläen Verlag, 1960. -> Dieses Werk bietet einen kontinuierlichen Geschichtsüberblick von der Antike bis in die Gegenwart. Trotzdem findet sich im 8. Band eine 20 seitige Beschreibung zur Revolution 1848.
Grundmann, Herbert (Hg.): Handbuch der deutschen Geschichte.- Stuttgart: Union Verlag, 1970. -> Im 3. Band, der sich der Zeit von der französischen Revolution bis zum 1. Weltkrieg widmet, gibt es eine sehr detaillierte Beschreibung der Revolution von 1848 und vor allem des Paulskirchenparlaments.
Vorteil dieser beiden Referenzwerke – im Vergleich zu alphabetisch gereihten Enzyklopädien – ist sicherlich, dass sie das historische Ereignis oder Phänomen sofort in einem zeitlichen Kontinuum verorten und dadurch besser auf Voraussetzungen, Hintergründe und Folgen eingehen können. Die Vorgänge in der Paulskirche werden in den Gesamtkontext der Revolution eingebunden und dadurch möglicherweise leichter verständlich.
Das erste Nachschlagewerk ist nützlicher, wenn man sich die revolutionären Veränderungsversuche in ganz Europa im Vergleich ansehen möchte, das zweite speziell für Interessierte an den deutschen und österreichischen Ereignissen.